Wanderung mit Hund in der Provence von Gordes zur Abtei Notre-Dame de Sénanque

Von | 2018-01-11T21:31:02+00:00 November 8th, 2017|Ausflug mit Hund, Provence, Wandern mit Hund|1 Kommentar

Rundweg durch die Berge um Gordes zur Abtei de Sénanque und zurück nach Gordes

Das kleine Örtchen Gordes gilt als eines der schönsten der Provence. Gerade in der Nachsaison lässt sich hier ohne großen Touristentrubel der Charme der Region entdecken. Unweit des Dorfes liegt in einem malerischen Tal die Abtei Notre-Dame de Sénanque.

Info

Ausgangspunkt: Wohnmobilstellplatz an der D2 vor Gordes (Koordinaten Google Maps)

Höhenunterschied: jeweils 260m Auf- und Abstieg

Einkehr: keine – kleiner Shop an der Abtei vorhanden – viele Restaurants in Gordes

Gehzeit: ca. 3:00 h

Anforderungen Hund

  • Trittsicherheit an wenigen steilen Stellen – davon eine Querung durch sehr steile Wand mit wenig Halt (Hund über gutes Hundegeschirr sichern)
  • teilweise grober Schotterweg – eventuell Pfotenschutz für sensible Vierbeiner notwendig
  • keinerlei Trinkmöglichkeiten – daher genügend Wasser mitnehmen – die Tour ist im Hochsommer nicht zu empfehlen

Anforderungen Mensch

  • Trittsicherheit an wenigen steilen Stellen
  • Weg führt immer wieder durch das ausgetrocknete Flußbett – nach starken Regenfällen u.U. unpassierbar

Wir haben uns einen goldenen Herbsttag für unseren Besuch in Gordes ausgesucht. Am Morgen ist das Licht während der Fahrt Richtung Gordes für uns ganz besonders. Die Sonne steht tief und zaubert ganz einmalige Farben in die vorbei ziehende Landschaft.

Am Startpunkt der Wanderung angekommen, beginnt unser Weg am Wohnmobilstellplatz direkt an der D2 ca. 2km vor Gordes. Wir folgen hier zunächst den Schildern in Richtung Village des Bories entlang einer kleinen Straße. Interessierte können hier gegen ein kleines Entgeld erkunden, wie die Menschen früher in dieser Region lebten.

Der Weg führt anfangs ein Stück auf asphaltierter Straße entlang

Einige Meter hinter dem Eingang zum Dorf stehen wir plötzlich vor einem verschlossenem Tor. Ein paar Meter hinter uns, entdecken wir den richtigen Pfad am unteren Ende einer kleinen Steinmauer. Diese Steinmauer gibt nun unseren Weg vor. Wir laufen im großen Bogen um das so abgegrenzte Privatgrundstück.

Weiter geht es immer leicht bergab ins Tal. Unterwegs finden wir einen Unterschlupf unter Felsen, der schon im Zweiten Weltkrieg den Mitgliedern der französischen Résistance als Versteck diente.

Los geht’s. Unser Weg führt uns nun immer weiter durch dieses Tal

Das Tal wird nun immer enger und erinnert an einen grünen Canyon. In den Felswänden entdecken wir immer wieder Höhlen, von denen einzelne sehr einfach zugänglich sind.

Immer wieder queren wir das ausgetrocknete Flußbett, halten uns jedoch immer in dessen grober Richtung. An der Weggabelung “La Sénancole” nehmen wir den rechten Weg, der leicht ansteigt.

Ein Traumtag. Alles scheint zu leuchten

Das Flußbett und der Weg werden nun wieder enger und an eingen Stellen sind steilere An- und Abstiege zu überwinden.

Der schwierigste Teil des Weges wartet etwa 600m vor der Abtei. Hier blockiert ein großer Felsen den Weg im Flußbett, der unmöglich überwunden werden kann. Es bleibt nur der Weg links oben über die Felsen. Diese sind jedoch steil und bieten nur wenig Halt. Hier muss man sich zwingend auf die Trittsicherheit und das Vertrauen des Vierbeiners verlassen können. Ein gutes Hundegeschirr hilft ebenfalls zur Absicherung. Sind Mensch und/oder Zweibeiner unsicher, dann lieber umkehren.

Nachdem wir diese schwierige Stelle gemeistert haben, kommen wir bald auf einen breiteren Weg und stehen vor der Rückseite der Abtei de Sénanque. Das Kloster liegt malerisch im Tal und bietet in den Sommermonaten tolle Fotomotive mit den hier angebauten Lavendelfeldern. Führungen im Kloster sind einzeln oder in Gruppen möglich – allerdings ausschließlich in französisch. Ein kleiner Laden kann für den Kauf von Erfrischungen und Souveniers genutzt werden.

Der Beginn des Rückweges nach Gordes startet an der Längsseite des Klosters und ist mit einem Holzschild ausgeschildert. Es geht hier auf steilem und schottrigem Pfad zunächst nach oben. Hier haben wir immer wieder tolle Ausblicke auf das Kloster.

Umgeben von riesigen Lavendelfeldern

Nach einiger Zeit treffen wir auf die Straße D177, der wir wenige Meter folgen, bevor der Weg nach rechts abzweigt. Es geht nun wieder leicht bergab durch Olivenbaumplantagen. Der Weg besteht aus sehr grobem Schotter. Nach ca. 1,2km treffen wir wieder auf die Straße und stehen am Ortseingang von Gordes. Wir folgen dieser bis zur Rue de la Combe, die uns in die Ortsmitte führt.

Gordes besteht aus vielen kleinen und verwinkelten Gassen, die zum Entdecken einladen. Wer eine Stärkung oder Erfrischung sucht, wird ebenfalls problemlos fündig. Wir genehmigen uns zwei frische Himbeer-Tartes und genießen dabei den tollen Blick hinunter ins Tal.

Hier könnte man irgendwie ewig die Seele baumeln lassen

Für den Rückweg empfiehlt sich die Rue Jean Deyrolle, die immer wieder tolle Fotomotive auf die, sich eng an den Berg anschmiegenden, Häuserfronten bietet.

Über ein weiteres kurzes Stück auf der D15 gelangen wir schließlich wieder an unseren Ausgangspunkt.

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Auf unserer Tour mit Hund im Wohnmobil hat sich nach einigen Monaten eine für uns praktische Ausstattung bewährt. Schaut gern auf unserer Checkliste mit Hund auf Reisen und im Wohnmobil vorbei.

Über den Autor:

Ich bin eine junge und sportliche Boxer-Lady, die viel Unsinn im Kopf hat. Neben meinem Schönheitschlaf, liebe ich Leckerchen aller Art und dauerndes Verteilen von feuchten Zungenküssen.

Ein Kommentar

  1. […] unserer Wanderung in Gordes geht es am Abend noch ein kleines Stück weiter nach L’Ilse-sur-la-Sorgue. Der Ort wird durch […]

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