Schweizer Traumseen – vom Vierwaldstättersee zum Thunersee oder eine Nacht auf Augenhöhe mit Eiger, Mönch und Jungfrau

Von | 2017-12-23T10:32:47+00:00 August 21st, 2017|Freistehplatz Camper, Gedanken eines Hundes|0 Kommentare

Woran erkennt man ein besonders schönes Plätzchen auf dieser Erde? Meine Menschen können sich von solchen Orten meist nicht mehr trennen und aus der eigentlich geplanten Weiterreise wird nichts. Heute ist so ein Tag. Alle trödeln nach dem Aufstehen ewig rum.

Und dann sagt Frauchen plötzlich:

Ach, lass uns doch noch mal kurz hier ne Runde durch den Wald drehen.

Und was passiert bei diesen spontanen Aktionen? Man findet die traumhaftesten Orte. So schlendern wir also an diesem Tag ewig durch Wald, über Wiesen und liegen auf Sonnenliegen und wollen uns einfach nicht von diesen traumhaften Ausblicken lösen (meiner digitale Schnüffelspur zu diesem Spaziergang kannst du hier folgen: Panorama-Spaziergang Seelisbergsee.

Wieder zurück am grauen Kasten, macht sich die Reisegruppe abfahrbereit. Heute soll es zu einem anderen See gehen. Besonders weit kommen wir aber auch diesmal nicht. Am Vierwaldstättersee entdecken wir eine Badestelle, die wie für uns gemacht scheint. Den grauen Kasten können wir direkt am Wasser abstellen und uns bei über 30 Grad eine Erfrischung gönnen.

Toll, wenn man sein fahrbares Haus direkt in Reichweite hat und frische Früchte und kühle Getränke direkt am Wasser genießen kann. Frauchen trägt mich heute mal ins tiefere Wasser. Scheinbar kann sie die Hoffnung nicht aufgeben, dass ich irgendwann  schwimmen lerne. Bin nicht nachtragend. Gar nicht. Endlich nicht mehr schwitzen. Eigentlich wollten wir nur ne kurze Badepause machen. Nach 2,5 Stunden kommt so ein Mensch an unseren grauen Kasten und schaut den kleinen Zettel hinter der Windschutzscheibe an, verdreht die Augen und geht weiter. Scheinbar wird eine halbe Stunde länger parken mal geduldet. Zumindest kommt jetzt endlich Bewegung in die faule Truppe und die Menschen räumen unseren Kram ein.

Wir düsen an diesem Tag noch weiter bis zum Lungerersee.

Dort wollen die Menschen sich eigentlich wieder einen schönen Platz in der Natur suchen. Heute aber Fehlanzeige. In Lungern kann man nicht rumlungern 😉 Da es schon dunkel wird und meine Abendbrotzeit längst überschritten ist, steuern sie einen Campingplatz direkt am See an. Viel bekomme ich nicht mehr mit. Frauchen kocht. Ich esse und grunze sofort ein.

Der nächste Tag weckt uns mit strahlendem Sonnenschein. Also gehts raus für mich. Ohne Frühstück soll ich zuerst durch einen kleinen Fluss und dann am See lang laufen. Ich mache gute Miene zum bösen Spiel und bringe den Menschen sogar den Tennisball einige Male zurück. Was tut Hund nicht alles für eine Mahlzeit?


Sie haben ein Einsehen und servieren mir anschließend draußen mein Frühstück. Somit kann ich anschließend direkt ein kleines Sonnenbad genießen. Die Menschen sind schon wieder komisch und springen noch vor ihrem Frühstück in diesem See. Scheint echt kalt zu sein. Dauert etwas bis sie drin sind. Am See ist sonst keiner, nur die Beiden. Ich beobachte aus der Ferne und genieße mein Sonnenbad.

Vom Lungerersee aus kann man die richtig hohen Berge schon erahnen. Genau dort wollen wir jetzt endlich hin.

Auf zu den wirklich hohen Bergen

Also geht unsere Tour am Brienzersee entlang bis Interlaken. Unser Ziel ist aus irgendeinem Grund der Ort Beatenberg. Ich bin mir nicht sicher, warum wir unbedingt dorthin müssen. Der graue Kasten wird eine steile, enge und kurvige Straße nach oben gequält. Oben angekommen, halten wir an einem Parkplatz und der graue Kasten fängt erstmal an zu weinen vor lauter Anstrengung. Also gibt’s ne lange Verschnaufpause und Rätselraten, was der Kasten jetzt wohl hat (am nächsten Tag werden die Menschen destilliertes Wasser kaufen).

Naja irgendwann scheint alles wieder gut und wir setzen unsere Fahrt fort. Es geht noch weiter hoch. Auf Straßen, die so breit sind, dass ein Auto drauf passt. Heute gibt’s glücklicherweise kaum Gegenverkehr. Ich liege hinten und werde langsam seekrank von der vielen Schaukelei.

Irgendwann sind wir auf 1200 Meter Höhe angekommen und können einfach nur noch Staunen. Direkt vor uns: 3 weiße hohe Riesen. Eiger, Mönch und Jungfrau sind deren Namen. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass ich diese eines Tages noch näher kennen lernen werde.

Den Nachmittag stromern wir über Bergwiesen, liegen im Gras. Schauen einfach nur in den Himmel und beobachten die Gleitschirmflieger. Viele davon rufen da oben irgendwas. Komische Menschen.

Am Abend kommt aus der Ferne ein Gewitter zu uns und verschluckt nach kurzer Zeit alle Berge um uns herum. Wir suchen schnell Schutz im grauen Kasten. Genauso schnell ist der Regen auch wieder weg und die Sonne kommt wieder raus. Heißt für mich, noch mal latschen, um den Sonnenuntergang an zu gucken. Hatte mich mal auf einen ruhigen Abend gefreut…

Sicht des kleinen schwarzen Flugdrachen an diesem Abend

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Auf unserer Tour mit Hund im Wohnmobil hat sich nach einigen Monaten eine für uns praktische Ausstattung bewährt. Schaut gern auf unserer Checkliste mit Hund auf Reisen und im Wohnmobil vorbei.

Über den Autor:

Ich bin eine junge und sportliche Boxer-Lady, die viel Unsinn im Kopf hat. Neben meinem Schönheitschlaf, liebe ich Leckerchen aller Art und dauerndes Verteilen von feuchten Zungenküssen.

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